Das Mädchen aus dem Fahrstuhl

Das Mädchen aus dem Fahrstuhl (c) DEFA-Stiftung, Dieter Chill
Das Mädchen aus dem Fahrstuhl (c) DEFA-Stiftung, Dieter Chill

Spielfilm, DDR 1990, Regie: Herrmann Zschoche, 91 min – ab Klasse 9

Wenn Liebe und Solidarität durch die Widersprüche der Realität auf die Probe und in Frage gestellt werden…

Bei Frank läuft eigentlich alles gut. Dem Zehntklässler fällt die Schule leicht, in Mathematik ist er hochbegabt und als FDJ-Sekretär wird er von den Mitschüler*innen geschätzt. Auch mit seinen Eltern versteht er sich gut. Doch als ein neues Mädchen in die Klasse kommt, gerät sein geordnetes Leben aus der Bahn. Regine wohnt im gleichen Haus wie Frank. Die beiden freunden sich an, verlieben sich ineinander. Als Regine öfter in der Schule fehlt, hilft Frank ihr bei den Hausaufgaben. Er erfährt, dass Regines Mutter alkoholkrank ist und Regine sich alleine um ihre kleinen Geschwister kümmert. Am liebsten würde sie Kindergärtnerin werden, doch weil ihre Noten zu schlecht sind, bleibt ihr die Ausbildung verwehrt. Frank empfindet das als ungerecht. Er setzt sich für Regine ein, beginnt unangenehme Fragen zu stellen, macht auf die Umstände öffentlich aufmerksam. Doch sein Verhalten ist so manchen ein Dorn im Auge. Als Frank deswegen aus der FDJ ausgeschlossen wird und er damit seine eigenen Berufschancen gefährdet, muss er sich entscheiden.

Was von dem, was wir in der Schule lernen, brauchen wir später? Welchen Stellenwert haben unsere individuellen Begabungen im Schulsystem? Und welche Möglichkeiten, Pflichten und Rechte haben wir, unsere Meinung kundzutun? Es sind Fragen, die über den zeitgeschichtlichen Kontext des Films und das gesellschafts-politische System, in dem seine Geschichte verortet ist, hinaus-gehen und grundsätzliche Aspekte menschlichen Handelns zur Diskussion stellen. Damit verknüpft der Film zweierlei Perspektiven: Den historischen Blick auf ein Land und seine Strukturen, das sich zur Entstehungszeit des Films im Umbruch befand; auf einen Film, der für seine Zeit eine sehr deutliche und brisante Wirkung erzielte, jedoch in der Übergangszeit nur wenig Beachtung fand. Und, im Brückenschlag zu Heute, den gegenwärtigen Blick auf unsere Gesellschaft, in der wir lehren, lernen und leben.

Eine Veranstaltung von                                                                            mit freundlicher Unterstützung von

     bpb                                      

Begleitmaterial zum Film:

folgt

KinoWochentagDatumUhrzeitFilmExtrazu GastFassungzur Anmeldung
Zeughaus Kino - MitteMo18.11.10:00Das Mädchen aus dem FahrstuhlMit FilmgesprächMit GastMit bpb-KinoseminarModeration: Klaus-Dieter Felsmann, Filmpublizist und Filmpädagogezur Anmeldung

OmU Original mit Untertiteln
Mit Filmgespräch Mit Gast Mit Workshop
Mit Kinoseminar der Bundeszentrale für politische Bildung