Die Adern der Welt

Die Adern der Welt (c) Pandora Filmverleih
Die Adern der Welt (c) Pandora Filmverleih

Spielfilm, Deutschland/Mongolei 2020, Regie: Byambasuren Davaa, 95 min – ab Klasse 4

Lebensraum als Menschenrecht

Der elfjährige Amra, seine Eltern und seine kleine Schwester leben als Nomaden in einem Goldminengebiet der Mongolei. Seiner Mutter hilft Amra die Ziegen und Schafe zu hüten, von seinem Vater, der als Mechaniker arbeitet und mit dem Verkauf von Käse auf dem lokalen Markt zusätzliches Geld verdient, wird Amra täglich in die Schule gefahren. Hier schaut er mit seinen Freunden Youtube-Videos und träumt von einem Auftritt bei der Show „Mongolia’s Got Talent“. Um die Familie herum beginnen die Menschen ihr Leben als Nomaden aufzugeben und in die Stadt zu ziehen. Der Druck, den große internationale Bergbaukonzerne, die sich dort ansiedeln, auf die Familien ausüben wird immer größer. Amras Vater aber will nicht zulassen, dass ihr Lebensraum zerstört wird, er will sich mit den anderen Nomadenfamilien zusammentun und standhaft bleiben. Als Amras Vater bei einem Autounfall stirbt, möchte Amra seinen Kampf weiterführen. Um den Lebensunterhalt der Familie zu sichern beginnt er heimlich in den Goldminen zu arbeiten. Soviel Geld kann er mit dem Verkauf des selbstgemachten Käses seiner Mutter auf dem Markt niemals verdienen. Doch das darf doch nicht die Lösung sein…

Das Spielfilmdebüt der Regisseurin und Drehbuchautorin Byambasuren Davaa, die uns schon mit dem Dokumentarfilm DIE GESCHICHTE DES WEINENDEN KAMELS berührte, ist eine generationenübergreifende und bildgewaltige Familiengeschichte mit einem klugen, starken Jungen in der Hauptrolle, der sich für die Zukunft der Gemeinschaft einsetzt.

Der Film läuft im Programm 17 Ziele – Kino für eine bessere Welt.

Begleitmaterial zum Film:

Unterrichtsmaterial zum Film

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