Die Unbeugsamen

Die Unbeugsamen (c) Majestic
Die Unbeugsamen (c) Majestic

Dokumentarfilm, Deutschland 2020, Regie: Torsten Körner, 99 min – ab Klasse 8

„Politik ist eine viel zu ernste Sache, als dass man sie alleine den Männern überlassen könnte.“ (Käte Strobel, Bundesministerin 1966-1972)

Seit den 1960er Jahren wurden nach und nach immer mehr Frauen politisch aktiv. In den Anfangsjahren der Bonner Republik waren es zunächst Einzelkämpferinnen, die darauf bestanden, nicht nur als Wählerinnen, sondern auch als Politikerinnen ernst genommen zu werden. Mutige Frauen, die in der Bundesrepublik Deutschland darum kämpften, ihren Stimmen in der Politik Gehör zu verschaffen. Ihre gezwungene Konfrontation mit massiven männlichen Abwehrreaktionen, die von platten Vorurteilen bis zu offener sexueller Diskriminierung reichten, veranschaulichen sorgsam ausgewählte und teilweise schockierende oder absurde Archivaufnahmen. Sie zeigen aber auch, wie mutig, überlegt, kenntnisreich und humorvoll Frauen aller Parteien darauf reagierten.

Der Film besteht aus Interviews von Politikerinnen, die sich an ihre aktive Zeit zurückerinnern und schafft eine Chronik westdeutscher Politik der 1950er Jahre bis zur Wiedervereinigung aus Frauenperspektive.  Der Journalist und Dokumentarfilmer Torsten Körner erzählt diese in zehn unterhaltsam geschnittenen Kapiteln, kontrastiert mit Bildern der Architekturen der Bonner Republik. Eine am Ende präsentierte Zusammenschau von Fakten zum Stand der Gleichberechtigung macht deutlich, dass Emanzipation täglich neu erarbeitet, erstritten und verhandelt werden muss: „Frauen, wenn wir heute nichts tun, dann leben wir morgen wie vorgestern.“

Der Film läuft im Programm 17 Ziele – Kino für eine bessere Welt.

Begleitmaterial zum Film

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