Filmveranstaltungen in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung

Moonlight (c) DCM

„Konflikte in der offenen Gesellschaft“

bpbLetzte Woche haben „Feine Sahne Fischfilet“ und andere Bands in Chemnitz gespielt um gemeinsam ein Zeichen gegen Rechts zu setzen. Unser Eröffnungsfilm WILDES HERZ begleitet die Band auf ihrem Weg auf und neben der Bühne und fragt nach den Formen, Möglichkeiten und Grenzen politischer Verantwortung und Teilhabe in unserer heutigen Zeit. Der Film ist Teil der Sonderreihe „Konflikte in der offenen Gesellschaft“, die von uns in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung bei den SchulKinoWochen gezeigt wird.

Zur feierlichen Eröffnung der 15. SchulKinoWochen Berlin am Freitag, 16. November 2018 um 10.00 Uhr im Passage Kino Neukölln werden der Dokumentarfilm und seine gesellschaftspolitische Relevanz großgeschrieben! Im Anschluss an die Vorführung von WILDES HERZ sind Produzent und Co-Regisseur Sebastian Schultz und Regisseur Charly Hübner (angefragt) zu Gast im Kino und sprechen mit den anwesenden Schulklassen über ihren Film, politische Verantwortung, Dokumentarfilmformate und künstlerische Freiheit.

Der Dokumentarfilm WILDES HERZ begleitet die Band „Feine Sahne Fischfilet“ auf ihrer Tour durch Mecklenburg-Vorpommern, mit der sie den Zusammenhalt gegen Rechtsextremismus und Rassismus stärken wollen. Die Band, allen voran ihr Frontmann „Monchi“, vereint dabei beeindruckende Zivilcourage, Humanismus, Heimatliebe und streitbaren politischen Aktivismus. In einer Mischung aus Künstlerporträt, Musikfilm und gesellschafts-politischer Bestandsaufnahme kommen dabei immer wieder zentrale Fragen auf: Wie dehnbar ist das Recht auf freie Meinungsäußerung? Wie politisch kann Musik sein? Und wie kann zivilcouragiertes Handeln und politischer Aktivismus in unserer heutigen Zeit aussehen?

Weitere Filme aus der bpb-Sonderreihe „Konflikte in der offenen Gesellschaft“

Das Programm umfasst eine Filmauswahl, die unterschiedliche Konflikte thematisiert, die alle in einer pluralistisch-demokratischen Gesellschaft verhandelt und ausgetragen werden. Wer gehört dazu, wer nicht und wer bestimmt dies? Wer und wie dürfen wir sein? Wo liegt die Grenze zwischen privater und öffentlicher Sphäre? Was macht uns frei? Was oder wer bedroht unsere Freiheit?

RARA – MEINE ELTERN SIND IRGENDWIE ANDERS
Spielfilm, Chile 2016, Regie: Pepa San Martín, 86 min
ab Klasse 5

Rara – Meine Eltern sind irgendwie anders (c) CineGlobal

Sara wohnt seit der Trennung ihrer Eltern bei ihrer Mutter. Dass diese jetzt mit einer Frau zusammenlebt, stellt für Sara kein Problem dar. Doch in der Schule scheinen das nicht alle so zu sehen und auch Saras Vater hat Bedenken. Langsam schleicht sich die Unsicherheit der anderen auch in Saras Gefühlsleben. Der Film erzählt die Geschichte aus der Sicht der Zwölfjährigen und befragt kritisch heteronormative Vorstellungen in der Gesellschaft.

Mit bpb-Kinoseminar am Mi, 28.11. um 10.15 Uhr im Filmtheater am Friedrichshain und am Fr, 30.11. um 12 Uhr im Eva Lichtspiele Wilmersdorf. 

MOONLIGHT
Spielfilm, basierend auf dem Theaterstück „In Moonlight Black Boys Look Blue” von Tarell Alvin McCraney, USA 2016, Regie: Barry Jenkins, 111min
ab Klasse 9

Moonlight (c) DCM

Inwiefern ist das Umfeld eines Menschen entscheidend für seine Entwicklung? Der mit dem Oscar für den Besten Film ausgezeichnete Spielfilm MOONLIGHT beleuchtet drei entscheidende Phasen aus der Kindheit und Jugend von Chiron. Obwohl er zu dem wird, was sein Umfeld ihm gewissermaßen in die Wiege legt, läuft der Film durch seine poetische und vielschichtige Inszenierung Klischees zuwider. Vielmehr stellt er Vorstellungen von Männlichkeit infrage und zeigt sensibel den schwierigen Prozess einer Identitätsbildung unter widrigen Umständen. Die abwechslungsvolle Kameraarbeit, die prägnante Filmmusik und Lichtsetzung sowie die in jedem Kapitel etwas andere Farbgebung spiegeln die Gefühlswelt des Protagonisten und schaffen eine lyrische Stimmung.

Mit bpb-Kinoseminar am Mo, 26.11. um 10.30 Uhr im Bali Kino Zehlendorf und am Do, 29.11. um 9.30 Uhr im Moviemento Kreuzberg.

 

Weitere Filmvorstellungen mit bpb-Kinoseminar

Die Kinoseminare der Bundeszentrale für politische Bildung bei den SchulKinoWochen Berlin bieten Lehrer*innen die Möglichkeit, mit ihren Schüler*innen ausgewählte Filme zu sehen und darüber ins Gespräch zu kommen.

Die Kinoseminare beginnen mit einer Einführung, der die Filmvorführung folgt. Anschließend gibt der*die Referent*in weitere Informationen zum Film und moderiert das Filmgespräch mit den Zuschauer*innen, in dem es um die Qualitäten des Films, die formal-ästhetische Gestaltung und seine Bezüge zur Realität geht.

Weitere bpb-Kinoseminare finden zu TRANSIT (ab Klasse 10), DAS MÄDCHEN WADJDA (ab Klasse 5) und KÖNIGIN VON NIENDORF (ab Klasse 3) statt.