Pressemitteilung vom 18.11.2019: Halbzeit bei den SchulKinoWochen Berlin 2019

Schüler*innen im Filmgespräch bei den SchulKinoWochen Berlin 2019 (c) Harriet Meyer / SchulKinoWochen Berlin.

Halbzeit bei den SchulKinoWochen Berlin 2019

Noch bis zum 22. November verlegen tausende Schüler*innen aus Berliner Grund- und Oberschulen mit den SchulKinoWochen Berlin den Unterricht in den Kinosaal.

Die 16. SchulKinoWochen Berlin sind in vollem Gange. Eine ereignisreiche erste SchulKinoWoche bot bereits mehreren hundert Berliner Schulklassen große Kino-Momente. In knapp 130 Vorstellungen tauchten Schüler*innen in die verschiedensten Filmwelten ein und staunten, lachten und weinten mit den Figuren und Menschen auf der Kinoleinwand. In zahlreichen Filmgesprächen wurden Filmschaffende und Fachexpert*innen mit Fragen gelöchert. Die Kinder und Jugendlichen konnten die Entstehungsprozesse von Filmen nachvollziehen oder am Beispiel der Filmfiguren und ihrer Geschichten heutige und künftige gesamtgesellschaftliche Bedürfnisse erschließen.

    

Fotos: Jana Mila Lippitz / SchulKinoWochen Berlin

Den Auftakt für die diesjährigen SchulKinoWochen Berlin hatte der Animationsfilm FRITZI – EINE WENDEWUNDERGESCHICHTE von Ralf Kukula und Matthias Bruhn gegeben. Letzterer war gemeinsam mit Drehbuchautorin Beate Völcker zu Gast im ausverkauften Kino International und sprach mit den anwesenden Schulklassen über die historischen Hintergründe der Wendegeschichte und die Produktion eines Animationsfilms über reale Ereignisse.

Wie ist es, als Kind vor der Kamera zu stehen? Was ist ein Hörfilm? Und was erzählen Filme über uns und die Gesellschaft, in der wir leben?

In den darauffolgenden Tagen haben zahlreiche Filmgespräche mit Filmschaffenden und Fachexpert*innen den Kinobesuch für viele Schüler*innen zu einem ganz besonderen Bildungserlebnis gemacht: So waren u.a. Regisseur Erik Schmitt und Hauptdarstellerin Marleen Lohse mit ihrem Film CLEO, Regisseurin Alice Agneskirchner (LAMPENFIEBER) und Regisseurin Susanne Heinrich (DAS MELANCHOLISCHE MÄDCHEN) zu Gast im Kino und gaben den Schüler*innen Einblicke in die verschiedensten filmischen Formen. In gleich mehreren Veranstaltungen begeisterten die Kinderdarsteller*innen aus dem Film ALFONS ZITTERBACKE – DAS CHAOS IST ZURÜCK Tilman Döbler, Lisa Moell, Leopold Ferdindand Schill und Elias Siegmann das junge Publikum. Und der Astronaut Gerhard Thiele gab Einblick in den Alltag im All. Asmen Ilhan vom Verein Heroes e.V.- Gegen Unterdrückung im Namen der Ehre sprach mit Jugendlichen aus Kreuzberg nach dem Film NUR EINE FRAU über die verschiedenen Vorstellungen des Begriffs der Ehre und über die Frage, was es mit uns macht, wenn die Schauplätze eines Films direkt vor unserer Haustür sind. Im Rahmen des Fokus „Filmberufe“ besuchten Schulklassen die Projektionskabine des Kino Arsenal oder lernten von den Hörfilmautorinnen Anke Nicolai und Roswitha Röding, wie Filme für blinde und sehbehinderte Kinogänger*innen erlebbar gemacht werden. Mehrere Filmgespräche mit Wissenschaftler*innen zum Filmprogramm zum Wissenschaftsjahr „Künstliche Intelligenz“ sowie Kinoseminare der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) rundeten das zusätzliche pädagogische Angebot der SchulKinoWochen ab.

Klappe die Zweite! Noch bis Ende dieser Woche mit der Klasse ins Kino 

   

Foto: Harriet Meyer / SchulKinoWochen Berlin           Foto: Jana Mila Lippitz / SchulKinoWochen Berlin

Auch in der zweiten SchulKinoWoche vom 18. bis 22. November erwartet die Berliner Schulklassen ein facettenreiches und auf den Unterricht abgestimmtes Programm mit anregenden Diskussionen und Blicken hinter die Kulissen der Filmwelt. Neben Regisseur Wolfgang Becker, der mit dem jungen Publikum über seinen Film GOOD BYE, LENIN sprechen wird, haben die Schüler*innen die Möglichkeit, von den jungen Synchronsprecher*innen Anselm Düringer und Paulina Grüne von MEINE WUNDERBAR SELTSAME WOCHE MIT TESS zu erfahren, wie die niederländischen Dialoge für das hiesige Publikum neu eingesprochen wurden. Außerdem greifen verschiedene Vorstellungen für Sekundarschüler*innen das Thema „30 Jahre Mauerfall“ auf, darunter die Vorführung von Herrmann Zschoches DAS MÄDCHEN AUS DEM FAHRSTUHL, Helke Misselwitz Dokumentarfilm SPERRMÜLL oder der jüngst im Kino gestartete Spielfilm IM NIEMANDSLAND von Regisseur Florian Aigner, der bei zwei Veranstaltungen zu Gast sein wird. Zum Finale am letzten SchulKinoWochen-Tag wird der Vergabe des Drehbuchpreises „Kindertiger“ 2019 entgegen gefiebert. Der Preis von VISION KINO und dem KiKA würdigt die grundlegende Arbeit von Drehbuchautor*innen und wird in diesem Jahr von der FBW-Jugend Filmjury Berlin vergeben.


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