Rassismus, Polizeigewalt und Schwarzes Leben im US-Kinofilm

Nächster Halt: Fruitvale Station (c) DCM
Nächster Halt: Fruitvale Station (c) DCM

Filmprogramm zur Sonderreihe „Rassismus, Polizeigwalt und Schwarzes Leben im US-Kinofilm“

Spätestens seit den Protesten im Zuge des gewaltsamen Todes von George Floyd erfährt die strukturelle Diskriminierung von Schwarzen Menschen und rassistische Gewalt auch in Deutschland eine große öffentliche Wahrnehmung – dabei dringt auch der von vielen Menschen erlebte Alltagsrassismus verstärkt in den öffentlichen Diskurs.

In unserem Sonderprogramm zu den SchulKinoWochen im Herbst 2020 zeigen wir eine Auswahl von Spiel- und Dokumentarfilmen, die eine filmische Annäherung an Ausgangspunkte der „Black Lives Matter“-Bewegung und die Lebenssituation von Schwarzen Menschen in den USA ermöglichen. Die Filme thematisieren die Geschichte und Gegenwart von rassistischen Ereignissen in den USA, sie erzählen von Polizeigewalt, Ausgrenzungserfahrungen und Schwarzer Identitätssuche. Die ausgewählten Filme bieten zugleich auch einen Einblick in wichtige Werke zeitgenössischer afroamerikanischer Filmschaffenden.

FILME AUS DEM PROGRAMM:

NÄCHSTER HALT: FRUITVALE STATION (ab 9. Klasse)

Nächster Halt: Fruitvale Station (c) DCM

Am frühen Morgen des 1. Januars 2009 wird der schwarze Oscar Grant an der Fruitvale Station von einem weißen Polizisten erschossen. Ryan Coogler inszeniert in seinem Low-Budget-Spielfilm die letzten 24 Stunden von Oscars Leben nach, porträtiert diesen anhand scheinbar beiläufiger Begegnungen und Momente und plädiert für eine Welt ohne Rassismus.

DO THE RIGHT THING (ab 9. Klasse)

Do the right thing (c) Universal Pictures

Das Richtige zu tun, gelingt hier kaum jemandem: Nach einem besonders heißen Tag in Brooklyn eskalieren die schwelenden Auseinandersetzungen zwischen den Bewohner*innen des Blocks: Die Pizzeria des Italo-Amerikaners Sal brennt und Radio Raheem wird von Polizisten getötet. Spike Lees Film beleuchtet Ursachen und Auslöser rassistisch motivierter Gewalt in den USA, die bis heute immer wieder Menschenleben fordert.

I AM NOT YOUR NEGRO (ab 11. Klasse)

I Am Not Your Negro (c) SalzgeberMit einem brillianten Filmessay ehrt Regisser Raoul Peck den afroamerikanischen Schriftsteller James Baldwin (1924-1987) und belegt dessen noch immer aktuelle Thesen mit spektakulärem Bildmaterial. Warum mussten die Bürgerrechtsikonen Malcom X und Martin Luther King sterben? Welche desaströsen Mechanismen bedingen den amerikanischen Rassismus? Als Textquelle der Kompilation dienen ausschließlich Originalzitate.


Ein gemeinsames Filmprogramm von der Bundeszentrale für politische Bildung und VISION KINO.

bpb